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Jahresbericht 2017

Nach einem durchschnittlichen Vorjahr sind wir mit 5'494 Tonnen Trockengut in diesem Jahr 19% über der bisherigen Rekordmenge von 4‘633 Tonnen aus dem Jahr 2011. Noch nie wurde eine solche grosse Gesamtmenge über alle Produktkategorien hinweg getrocknet. Im 10-Jahresvergleich (Abbildung 1) wird dies ebenfalls ersichtlich.

Abbildung 1: Trocknungsleistung 2017 im 10-Jahresvergleich

Ernteverlauf

Der März war sehr warm und die Pflanzen reagierten auf die milden Temperaturen mit sehr früher Blüte. Umso verheerender wirkten sich die Kaltlufteinbrüche Mitte April aus. Obst- und Weinbau mussten empfindliche Verluste verkraften. Der Mai brachte eine erste markante Hitzewelle mit Rekordwerten von bis zu 35 Grad. Ein wechselhafter Sommer war mitverantwortlich für die Rekordernte beim Getreide.

Im Herbst konnte von einer stabilen Wetterlage profitiert werden. Dadurch waren die Felder immer befahrbar und es wurde so viel Mais wie noch nie getrocknet. Pünktlich mit dem ersten Schnee anfangs November konnte die Maissaison beendet werden. Das gute Erntejahr machte sich auch beim Zuckerrübenanabau bemerkbar.

Gras

Vom 13. April bis 25. September wurden mit 347 Tonnen Graswürfel, 41% mehr Menge, als der Durchschnitt der letzten 5 Jahre produziert. Einzig im „Grasjahr“ 2016 wurde seit der Jahrtausendwende 23% mehr Graswürfel getrocknet. Wie bereits im Vorjahr wurde die ganze Grüngutmenge gehäckselt angeliefert.

Getreide

Über die Sommermonate vom 24. Juni bis 25. August konnte eine Menge von 698 Tonnen Getreidewürfel getrocknet werden. So viel wie seit 2011 nicht mehr und 21% mehr als der Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Bedingt durch die temporäre Schliessung der Trocknungsanlage Niederuzwil in Folge eines Brandes, konnten wir für 15 Neukunden Getreide trocknen.

Mais und Kolbenmais

Vom 7. September bis 2. November wurden im 24-Stundenbetrieb ohne Unterbruch der Grossteil der insgesamt 3‘704 Tonnen Maiswürfel produziert. Dies bedeutet 33% mehr als im 5-Jahresdurchschnitt (2012-16). Die Trendlinie in Abbildung 2 verdeutlicht die Entwicklung zu steigenden Maismengen seit 1990. Die 491 Tonnen getrocknete Kolbenmaiswürfel liegen knapp über dem 5-Jahresdurchschnitt.

Abbildung 2: Mengenentwicklung von Maiswürfel seit 1990 (ohne Kolbenmais)

Zuckerrüben

Zum Abschluss des Jahres wurden vom 14. bis 20. Dezember, für die Schweizer Zucker AG, 254 Tonnen Zuckerrübenschnitzel getrocknet. Die Zuckerfabrik Frauenfeld hatte zu viele Schnitzel, um diese selber zu trocknen oder siliert zu verkaufen. Dadurch konnten wir erstmals eine grössere Menge Zuckerrübenschnitzel trocknen und damit wertvolle Erfahrungen sammeln.

Personal

Leider verstarb Geschäftsführer Max Hubmann nach schwerer und langer Krankheit am 6. September. In den vergangenen 45 Jahren steckte er sehr viel Herzblut in die Graströchni. An einer ausserordentlichen Verwaltungssitzung im Juli wurde entschieden, dass Beat Hubmann als 2. Geschäftsführer Max entlasten soll. In der verbleibenden Zeit wurde Beat so gut wie möglich von Vater Max eingeführt, sodass das Tagesgeschäft während der Hauptsaison wie gewohnt erledigt werden konnte. Trocknungsmeister Heiri Zuber führte den Trocknungsbetrieb zusammen mit Stefan Hasler und Beat Baumgartner gekonnt durch die Saison.

Technischer Bericht

Der im Jahr 2016 begonnene Umbau der Werkstatt wurde im Frühjahr abgeschlossen. Die einfache Bedienung der Trocknungsanlage durch die neue Anlagesteuerung (seit 2016), wird von den Mitarbeitern sehr geschätzt. Jedoch musste ein Frequenz-umformer (FU) mehrmals ausgewechselt werden, bis die Ursache dafür, zusammen mit der Firma Rey Automation, gefunden wurde. Die Waagen wurden erneut geeicht und die vom Kanton alle 3 Jahre vorgeschriebene Emissionsmessung wurde durchgeführt. Für 2018 bereits geplant ist die Erneuerung der Brennersteuerung und in Zusammenarbeit mit der Tierkörpersammelstelle Hinterthurgau wird im Frühling 2018 für den Vorplatz zwischen Graströchni und Tierkörpersammelstelle ein neuer Belag eingebaut.