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Jahresbericht 2020

Das Jahr 2020 reiht sich nahtlos in die Rekordjahre seit 2017 ein. Mit 5626 Tonnen Trockengut wurden nochmals 30 Tonnen Würfel mehr als im Vorjahr produziert. Das sind 17 % mehr als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Die Trocknungsanlage lief während 1 830 Stunden. Es wurden 3074 kg/h Trockengut produziert und dafür benötigte es durchschnittlich 8,4 m3/100 kg Erdgas.

Corona Pandemie

Trotz Pandemie lief der Betrieb wie gewohnt ab. Die Mitarbeiter blieben von Corona verschont und keine behördlichen Massnahmen schränken die Produktion ein. Leider musste die Generalversammlung im März 2020 abgesagt werden. Die Geschäfte aus dem Jahr 2019 werden an der schriftlichen Generalversammlung 2021 zusammen mit dem Geschäftsjahr 2020 behandelt und zur Abstimmung gebracht.

Klima

In einem sehr milden Winter mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden, folgten im Februar mehrere heftige Winterstürme. Der Frühling war ebenfalls sehr warm und verzeichnete eine Trockenperiode von Mitte März bis Ende April. Der Sommer startete mit durchschnittlichen Temperaturen und verzeichnete Ende Juli / Anfangs August zwei Hitzewellen mit über 30°C. Der Herbst präsentierte sich sehr gegensätzlich. Der September und November waren sehr mild und niederschlagsarm. Der Oktober zeigte sich hingegen kühl und niederschlagsreich. Die Jahrestemperatur stieg auf 6,9 °C und damit 1,5 °C über der Norm und damit der höchste Wert seit Messbeginn 1864.

Gras

Die Trocknungsanlage wurde im 2020 erst im Mai das erste Mal in Betrieb genommen. Vom 7. Mai bis am 13. September wurden 362 Tonnen gehäckseltes Gras getrocknet. Dies sind 13 % mehr als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Positiv war auch der tiefe durchschnittliche Gasverbrauch von 8.3 m3/100kg.

Getreide

Über die Sommermonate vom 1. Juli bis am 17. August konnte eine Menge von 701 Tonnen Getreidewürfel getrocknet werden. 2011 wurde letztmals mehr Getreidemengen verarbeitet. Im 5-Jahres-Vergleich sind dies 21 % über der Durchschnittsmenge.

Mais und Kolbenmais

Mit 3927 Tonnen Trockengut wurde im 2020 eine neue Rekordmenge verarbeitet. Knapp 20 % Mehrmengen, als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Zwischen dem 10. September und dem 13. November lief die Anlage fast ausschliesslich 7 Tage 24 Stunden lang. Mit der Rekordmenge geht die Entwicklung der letzten 20 Jahre weiter steil nach oben. Der effektiv bezahlte Durchschnittspreis pro 100 kg Maiswürfel betrug 11.80 CHF. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von 0.20 CHF/100 kg. Hauptgrund dafür ist ein höherer Gasverbrauch, welcher im Vergleich zu den letzten 5 Jahren um 14 % auf 10.1 m3 / 100 kg anstieg. Die Stundenleistung sank um 10 % auf circa 3100 kg/h. Grund für den erhöhten Gasverbrauch und die geringere Stundenleistung ist hauptsächlich die Anlieferung von grünem, unreifem Mais. Vom 30. Oktober bis 13. November wurden 622 Tonnen Kolbenmais getrocknet. Knapp 50 % mehr als im Durchschnitt in den letzten 5 Jahren. In den letzten 20 Jahren wurde nur im Jahr 2005 noch mehr Kolbenmais getrocknet.

Zuckerrüben

Nach der Rekordmenge vom Vorjahr und den 271 Betriebsstunden, wurden im 2020 nur an einem Tag Zuckerrübenschnitzel getrocknet. Da während dieses Testtages andauernde Probleme beim Würfeln auftraten, wurde entschieden keine weiteren Mengen im laufenden Jahr zu trocknen.

Personal

Trocknungsmeister Heiri Zuber führte den Trocknungsbetrieb zusammen mit Beat Baumgartner wie gewohnt souverän durch die Saison. Mitte September startete Elias Stutz als neuer Trockner in die Herbstkampagne. Er wurde vom Trocknungsmeister erfolgreich eingeführt und konnte bald darauf die Anlage bereits selber bedienen. Elias war auch bei einigen Anlagenstörungen dabei und konnte so direkt lernen, wie die Störungen zu beheben sind. Trocknungsmeister Heiri wird auch im kommenden Trocknungsjahr sein grosses Anlagenwissen an die jungen Trockner weitergeben, damit das Wissen auf mehrere Personen verteilt ist. Stefan Hasler steht uns noch als «Joker» zur Verfügung und kam im Herbst für eine Nacht zum Einsatz.

Trocknungsanlage

Im Frühling wurde der Hauptventilator und die Rohrleitungen vom Ventilator zum Hauptzyklon ersetzt. Das Förderband zu den Würfelsilos und die defekte Blindstromkompensationsanlage wurden revidiert. Während dem Herbstbetrieb musste der Antrieb der Trommel ersetzt werden. Ebenfalls im Herbst kam es zu einem Mottenbrand bei der Würfelpresse. Die Trockner konnten den Brand selbständig wieder unter Kontrolle bringen. Es entstand ein kleiner Schaden am Dach. Im Berichtsjahr wurden erstmals Matrizen eines neuen Lieferanten eingesetzt. Der Abnutzungsgrad war noch zu hoch und die Matrizen müssen weiter optimiert werden. Im November konnte von einer anderen Trocknerei eine Occasion Kunz-Würfelpresse inklusive Zubehör und Verschleissmaterial gekauft werden. Da die Pressen nicht mehr hergestellt werden, dient die Occasion Presse bis auf Weiteres als Ersatzteillager. Im Herbst wurde die alle 3 Jahren obligatorische Emissionsmessung durchgeführt. Die Messung ergab gute Ergebnisse, insbesondere bei der Staub-Messung. Die Kohlenmonoxid-Konzentration war erhöht. Als Massnahme wird im Frühling die Gaskurve vom Brenner Lieferant neu eingestellt.